Bericht vom 8. Alpe-Adria Meeting (AAMPM)

Von 25. – 27. Mai 2017 fand in Novisad / Serbien  das 8. Alpe-Adria Meeting (AAMPM) statt. Die etwa 130 Teilnehmer kamen aus praktisch allen Nachfolgestaaten Ex-Jugoslawiens (Slowenien, Kroatien, Serbien, Mazedonien, Bosnien und Montenegro), vertreten  waren ebenfalls Albanien, IAEA, Italien, Österreich, Polen, Slowakei und Ungarn. Themen waren über alle medizinphysikalischen Bereiche inkl. Strahlenschutz verteilt.

Hervorheben möchte ich insbesondere mehrere Vorträge bzw. Poster der IAEA; im Hauptvortrag beschrieb J. Izewska, dass die IAEA im Labor in Seibersdorf derzeit eine Anlage zur Radiophotolumineszenz-Dosimetrie (RPLD) in Betrieb nimmt, die möglicherweise in den nächsten Jahren das bisherige TLD-Mailing-System zur weltweiten Überprüfung der Absolutdosimetrie ablösen wird. Aus österreichischer Sicht ist erfreulich, dass Martin Buschmann mit seinem Vortrag: „Evaluation of a clinically implemented adaptive radiation therapy strategy for cervix cancer“ den zweiten Platz des AAMPM-Preises gewann.

Die Organisation war hervorragend (trotz eines Stromausfalls; ein Dank hier an die Präsidentin Borislava Petrovic). Donnerstags gab es eine Stadtführung in Novisad mit Abendessen auf der Burg Peterwardein (mit vielen österreichischen Bezügen, insbesondere auch zu Maria Theresia). Freitag nachmittags wurde die Tagung auf einem Schiff auf dem Weg von Novisad nach Belgrad fortgesetzt. (die die Donau begleitenden endlosen Auwälder lenkten kaum ab). Die Tagung endete Samstag nachmittags.

Das nächste Alpe-Adria Meeting soll 2019 wieder in Österreich stattfinden.

Werner Schmidt
Donauspital Wien