Internationaler Tag der Medizinischen Physik

Am 7. November wird der Internationale Tag der Medizinischen Physik begangen. Um auf unsere Berufsgruppe besonders an diesem Tag aufmerksam zu machen, kann das das von der IOMP zum 150. Geburtstag  von Marie Curie gestaltete Plakat an gut sichtbaren Stellen in den Institute, Abteilungen oder öffentlichen Orten angebracht. Ein kurzer beigefügter Lebenslauf würdigt die herausragenden Leistungen von Frau Curie.

icon IDMP 2017 poster German (1.09 MB 2017-11-04 08:12:02) 

CURIE-SKLODOWSKA, Marie (1867-1934)

wurde am 7. November 1867 in Warschau, Polen geboren und emigrierte 1891 nach Frankreich, wo sie ein Studium der Mathematik und Physik an der Sorbonne begann. Als Doktorandin von Antoine Henri Bequerel beschäftigte sie sich mit der von Bequerel seinerzeit entdeckten Strahlung  und isolierte mit ihrem Mann Pierre Curie zwei zuvor unbekannte Elemente, das Radium und das Polonium. 

1897 brachte sie ihre erste Tochter Irene zur Welt. Sechs Jahre später promovierte sie in Physik und erhielt im gleichen Jahr gemeinsam mit Henri Bequerel und ihrem Mann den Nobelpreis für Physik. 

1904 folgte die Geburt der zweiten Tochter Eve. Nach dem Unfalltod ihres Mannes Pierre 1906 lehrte sie als erste Frau an der Sorbonne und erhielt

1908 die ordentliche Professur für Physik. Für die Isolierung des Elements Radium wurde sie 1911 mit ihrem zweiten Nobelpreis, diesmal für Chemie, ausgezeichnet. 

Im ersten Weltkrieg unterstützte sie Untersuchungen von verletzten Soldaten mit der von ihr entwickelten mobilen Röntgenstation.

In den folgenden Jahren widmete sie sich als Leiterin des Radium-Instituts in Paris der Erforschung radioaktiver Substanzen und deren medizinischen Nutzungsmöglichkeiten.

Am 4. Juli 1934 verstarb Marie Curie an Leukämie als Folge einer langjährigen Strahlenexposition. 

Mit ihrem Werk beeinflusste sie die wissenschaftliche Forschung der Nachfolgegenerationen. Sie war die erste  Wissenschaftlerin, die mit zwei Nobelpreisen ausgezeichnet wurde.