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Die neue Richtlinie zur Erlangung der Fachanerkennung als „Medizinphysiker (ÖGMP)“ und „Medizinphysik-Experte (ÖGMP)“ tritt mit 01.12.2016 in Kraft.

Um die Ausbildung in Medizinischer Physik zu gewährleisten, wurde in der Mitgliederversammlung der ÖGMP im Jahre 1993 beschlossen, ein Verfahren zur Weiterbildung in Medizinischer Physik und eine Fachanerkennung der Ausbildung durch die ÖGMP einzurichten. Die erste Novellierung  dieser Richtlinie fand 2007 statt. Änderungen im sechssemestrigen Universitätslehrgang an der Medizinischen Universität Wien, neue Anforderungen durch die  EU Richtlinie 2013/59/EURATOM und die notwendige Implementierung des "Bologna-Prozess“ mit der Einführung von Bachelor- und Master - Studiengängen erforderten nunmehr eine neuerliche Novellierung.

Aus diesem Grund wurde vom Vorstand der ÖGMP ein Arbeitskreis für die Überarbeitung der bestehenden ÖGMP Richtlinie zur Fachanerkennung eingesetzt. Das Ergebnis der Überarbeitung  wurde in Feldkirch in der ordentlichen Mitgliederversammlung am 5.6.2016 präsentiert und  dabei von der Mitgliederversammlung beschlossen die neue Richtlinie zur Erlangung der Fachanerkennung als „Medizinphysiker (ÖGMP)“ und „Medizinphysik-Experte (ÖGMP)“ mit 01.12.2016 in Kraft zu setzen.

Auch in der neuen Richtlinie sollen beide Qualifikationswege (mit oder ohne Universitätslehrgang an der Medizinischen Universität Wien) möglich sein. Um die Qualität der Ausbildung zu wahren, werden in der neuen Richtlinie  die Eingangsvorrausetzungen für die beiden Qualifikationswege definiert und vereinheitlicht (EQF Level 7). In Anlehnung an die Empfehlungen der European Federation of Organisations for Medical Physics (EFOMP) und der European Guideline on Medical Physics Expert (Radiation Protection No 174) wird  neben dem „Medizinphysiker (ÖGMP)“ mit einer Mindestausbildungszeit von 3 Jahren auch der  „Medizinphysik-Experte (ÖGMP)“ definiert.  In Anbetracht der hohen Anforderungen die  an Medizinphysiker in der täglichen Praxis gestellt werden,  soll den Abschluss der Ausbildung ein Fachgespräch bilden.  Die von der EFOMP geforderte praktische  Ausbildung wird beibehalten.

Der Ausbildungsumfang zum „Medizinphysiker (ÖGMP)“ bleibt gegenüber der bisherigen Richtlinie  mit Ausnahme der nun nicht mehr geforderten Hausarbeit unverändert. Für die Anerkennung zum „Medizinphysik-Experten  (ÖGMP)“ werden neben einer weiteren zweijährigen vollzeitäquivalenten beruflichen Tätigkeit nach der Erlangung zum „Medizinphysiker (ÖGMP)“ noch wissenschaftliche Tätigkeit oder aktive  Mitarbeiten in Arbeitskreisen bzw. fachspezifische  Lehr- oder Mentortätigkeit verlangt.

Eine Übergangsregelung ermöglicht allen anerkannten Medizinphysikern der ÖGMP eine realistische Möglichkeit zur Anerkennung als Medizinphysik–Experte  (ÖGMP). Antragsteller, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Richtlinie ein Fachanerkennungsverfahren beantragt und noch nicht abgeschlossen haben, sind berechtigt, das Fachanerkennungsverfahren nach der bisher gültigen Richtlinie bis drei Jahre nach in Kraft treten dieser Richtlinie abzuschließen.

Arbeitskreis „ÖGMP Richtlinie neu“:
W. Birkfellner, D. Georg, T. Künzler, B. Warwitz, G. Stücklschweiger, W. Schmidt, U. Wolff, B. Zurl